Beim offenen inklusiven Backtag in Oberensingen gibt es guten Kuchen und schöne Gespräche

Es qualmt und duftet wieder! Da sitzen Jung und Alt beisammen, rund um das Oberensinger Backhäusle auf dem Parkgelände der Samariterstiftung. Es duftet nach Hefeteig, der ‚schafft‘ und erntefrischen Äpfeln. Welch‘ ein Duft!

Ich hab‘ ein Bild vor Augen: Ich sitze mit meiner Schwester vor einem Apfelberg, und wir entfernen die faulen und wurmigen Stellen. Dann schneiden wir um diese Stellen herum und versuchen uns jeweils an der längsten Apfelschalenschlange der Welt. Der Wettbewerb ist nie entschieden worden. Doch Erinnerungen werden nicht nur bei mir wach. Die Finger der Damen aus dem Dr.-Vöhringer-Heim, die ebenso fleißig gekommen sind, wissen noch gut, was zu tun ist. Ich stehe daneben und staune, wie hauchdünn sie die Äpfel schälen, ringsherum, bis eine lange Apfelschalenschlange herunterhängt.

So haben sich nicht nur die betagten Frauen aus der Pflegeeinrichtung neben dem Backhäusle zum ersten offenen inklusiven Backen nach der langen Corona-Zwangspause eingefunden. Auch Klientinnen und Klienten der Wohnstätte Oberensingen sitzen mit an den Tischen, für sie sind es ebenfalls gewohnte Handgriffe, denn regelmäßig wird innerhalb des Tagesstrukturangebotes Teig angesetzt und gemeinsam im Backhaus gebacken.

Viele Interessierte, Besucher und einige Familien aus dem Ort mit kleinen Kindern haben vorbeigeschaut und selbst Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich ließ sich den Genuss von ofenfrischem Apfelkuchen mit Vanilleeis und Schlagsahne nicht entgehen. Auch Jürgen Geissler, Vorsitzender des Oberensinger Bürgerausschusses und Lothar Neitzel, Vorsitzender des Förderverein Dr.-Vöhringer-Heim Nürtingen e.V. besuchten die gesellige Runde an diesem Nachmittag und kamen ins Gespräch. Denn das Apfelschalenschlangenschälen hatte natürlich weit mehr als einen therapeutischen Grund: die Apfelschnitze kamen auf einen gut gegangenen Hefeboden, darüber satt-buttrige und nicht zu kleine Streusel, abgerundet mit einer Zimtzuckermischung.

Der offene inklusive Backtag war ein Erfolg. Rund ums Backhäusle waren alle Tische belegt, die drei großen Bleche Kuchen, frisch aus dem Ofen sind ratzeputz verspeist und der Kuchen war unglaublich lecker. Menschen, die sich ansonsten nicht begegnen, haben miteinander über das Wetter, die Gesundheit, über ihre Hobbys oder ihren Alltag geplaudert. Es wurden Backideen ausgetauscht und bei dem einen oder anderen Besucher auch das Interesse geweckt, das Backhaus-Team künftig aktiv zu unterstützen oder das Backhaus, welches auch für die Oberensinger Bürgerschaft zur Verfügung steht, selbst zu nutzen. Wer den Backtag verpasst hat, und trotzdem mitmachen möchte, kann sich an die Koordinatorin des Bürgerhaus Krone wenden. Denn der offene inklusive Backtag ist vom Bürgerhaus Krone gemeinsam mit dem Backhaus-Team der Wohnstätte Oberensingen organisiert worden.

„Ein wirklich schöner Nachmittag, reich an wertvollen Begegnungen und offenen Gesprächen. Das wollen wir unbedingt wiederholen, bald sind ja die Zwetschgen reif!“, verspricht Heike Bazlen.

Kontakt:
Heike Bazlen, Koordination Bürgerhaus Krone Oberensingen
Telefon: 0 70 22 / 9 41 46 20, E-Mail: heike.bazlen@samariterstiftung.de

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