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09.04.20 - Kategorie: Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Lebendige Nachbarschaft über das Telefon unterstützen


Die Stadt Leonberg und die Samariterstiftung starten gemeinsam das Projekt „Telefonkette“ 
Menschen haben das Bedürfnis, mit anderen im Gespräch zu sein. In der Nachbarschaft freut man sich über den „kleinen Plausch“ am Gartenzaum oder unterwegs. Wie lassen sich in Corona-Zeiten soziale Kontakte aufrechterhalten und was kann vor allem älteren oder allein Lebenden Sicherheit vermitteln? 

Mit dieser Frage haben sich die Quartiersentwicklerinnen der Stadt Leonberg, Undine Thiel, und der Samariterstiftung, Magdalena Heinrichs, beschäftigt, und wollen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Aktion „Telefonkette“ ins Leben rufen. Helfen und füreinander da sein ist entscheidend. 

 So funktioniert die Telefonkette: Im ersten Schritt suchen die Initiatorinnen Leonberger Einwohner jeden Alters, die Interesse haben, Teil einer Telefonkette zu werden. Die Koordinatorin der Projektes Magdalena Heinrichs, legt dann kleine Gruppen von bis zu fünf Personen fest, die sich gegenseitig in einer festen Reihenfolge jeden Tag anrufen und nacheinander erkundigen. Wird der Teilnehmer nicht erreicht, wird die Koordinatorin informiert. Diese kontaktiert eine vorab benannte Notfallperson. 

Heinrichs und Thiel sind sich einig: „Dieses neue Projekt stärkt die Nachbarschaft, gibt Sicherheit, schafft soziale Kontakte und ermöglicht den Teilnehmenden Abwechslung vom Alltag. Alle Teilnehmenden erledigen damit eine wichtige Aufgabe im Gemeinwesen – nacheinander zu schauen und sich gegenseitig zu unterstützen.“ 
Bereits bei der Auftaktveranstaltung zur Quartiersentwicklung im Quartier Leonberg-Mitte am 6. März äußerten insbesondere ältere Bürger in Workshops die Idee von telefonischer Nachbarschaftsunterstützung. 

Mitmachen ist ganz einfach: Melden Sie sich bei der Koordinatorin. Diese nimmt die nötigsten Daten auf. Wer mitmachen will, gibt seinen Namen, die Telefonnummer, seine Anschrift und eine Kontaktperson für den Notfall, beispielsweise einen Verwandten, an. Für das Telefonieren wird nur der Nachnamen und die Telefonnummer weitergegeben. So kann man Missbrauch verhindern. Die Kette startet ab sofort. Aber auch danach kann jeder noch einsteigen. 

Wer sich einen täglichen Anruf wünscht und an der Telefonkette interessiert ist, meldet sich

  • bei der Koordinatorin des Projektes Magdalena Heinrichs, Koordinatorin für Quartiersentwicklung Leonberg, Samariterstiftung, Tel.: 07152/607-101, E-Mail: leonberg@quartier.online Sprechzeiten: dienstags und mittwochs 9-12 Uhr und donnerstags 15-18 Uhr 
  • oder schreibt eine E-Mail über die Homepage der Stadt Leonberg, die den Quartiersentwicklerinnen, Undine Thiel und Magdalena Heinrichs zugeht, zu finden unter www.leonberg.de/quartiersimpulse. 

 Infos zur Quartiersentwicklung allgemein: Die Stadt Leonberg nimmt teil am Landesprogramm „Quartiersimpulse“. Dafür hat sich die Stadt gemeinsam mit dem Kooperationspartner Samariterstiftung bei der „Allianz für Beteiligung e.V.“ und dem fördergebenden Ministerium, dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg im vergangenen Jahr erfolgreich beworben und eine Förderzusage über 70.000 Euro erhalten. Das Förderprogramm hatte sich an Städte gerichtet, die mit Maßnahmen der Bürgerbeteiligung Projekte zur alters- und generationengerechten Entwicklung von Quartieren durchführen möchten. Zuvor hatte der Gemeinderat diesem Vorhaben einstimmig zugestimmt. In der Projektumsetzung vor Ort wird die Stadt unterstützt von dem Kooperationspartner 

Aktuelle Informationen finden sich immer auch unter www.leonberg.de/Quartiersimpulse . Autorinnen: Magdalena Heinrichs, Samariterstiftung und Udine Thiel, Stadt Leonberg, 06.04.2020