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23.05.19 - Kategorie: Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Dank für all die kostbare Zeit


Ein Tag des Dankes für alle Ehrenamtlichen der Samariterstiftung- Pfullingen als Gastgeberin

„Wir sind Ihnen dankbar“, versichert Frank Wößner, Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung und ist sichtlich auch ein wenig stolz auf die vielen Menschen, die sich mit Zeit und Zuwendung für die Menschen engagieren, die in den 60 Häusern der Samariterstiftung wohnen, leben und betreut werden. Ohne das Engagement der Ehrenamtlichen wäre deren Leben weniger bunt, lebendig und vielfältig. Denn die Ehrenamtlichen gehen mit ihnen spazieren, besuchen Sportveranstaltungen, gehen mit ihnen Eis essen und vieles mehr. Deshalb ist es seit vielen Jahren guter Brauch in der Stiftung, für die Unermüdlichen einen Dankeschön Tag zu organisieren und alle zu Unterhaltung und einem guten Essen einzuladen. In diesem Jahr erfolgte die Einladung nach Pfullingen.

Alle zwei Jahre ist der Dankeschön Tag aushäusig, heißt, er findet nicht in Nürtingen, dem Sitz der Hauptverwaltung der Samariterstiftung statt. „Ich finde es spannend, auch mal eine Stadt zu besuchen, die ich sonst nur vom Hörensagen kenne“, sagt eine Dame, die eigentlich aus Münsingen kommt. Und sie freut sich, dass der Dankeschöntag so prima organisiert ist. Die Anfahrt mit dem Bus, das späte Frühstück oder frühe Mittagessen, die themenbezogenen Ausflüge in die Stadt und der Nachmittagskaffee sowie die Heimfahrt mit dem Bus – alles ist organisiert und ausgerichtet. „Ich kann den Tag einfach nur genießen.“

Zum Genießen gab es gleich zu Beginn, nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden, einen kulturellen Leckerbissen. Das Generationentheater Mixed Pickles glänzte mit drei Szenen, die alle das Mutter-Tochter-Thema in verschiedenen Varianten darstellten. Es war deutlich zu spüren, dass dies ein Thema ist, das jede Frau im Saal irgendwie selbst kennt. Tochtersein ist in jedem Alter nämlich ein ganz besonderer Aspekt. Nach einem reichhaltigen Mittagessen schwärmten die knapp 300 Ehrenamtlichen aus. Sie erkundeten die Stadt Pfullingen zu Lande und zu Wasser, lernten das ehemalige Klarissen-Kloster, das Schaffwerk sowie die Neske Bibliothek kennen und gewannen erstaunliche Einblicke. „Ich wusste nicht, dass es in Pfullingen ein Sprechgitter im Klostergarten gibt, das so in Europa nicht noch einmal existiert“, zeigt sich ein Kloster-Besucher erstaunt.

In einer kleinen Talkrunde unterhielten sich Thomas Poreski, Vorstandsmitglied der Stiftung Zeit für Menschen, Cornelia Schad, Sprecherin der Pfullinger Stiftung Zeit für Menschen und Margrit Vollmer-Herrmann, Regionalleiterin für Esslingen, Nürtingen und Reutlingen über Nachbarschaftsarbeit und den Quartiergedanken. „ 70 Prozent aller Pflegebedürftigen werden in ihren Familien versorgt“, berichtete Gabriele Blum-Eisenhardt, Referentin im Referat für Kommunikation und Gesellschaft und zuständig für die Ehrenamtsarbeit der Samariterstiftung. Sie moderierte die Talkrunde. Der Ruf nach einem Versorgungsmix werde angesichts dieser Tatsache immer lauter. Das große professionelle Pfullinger-Angebot, das einem Rund-Um-Paket gleicht, stellte Margrit Vollmer-Herrmann vor. „Wir sind Teil einer zugewandten Nachbarschaft hier in Pfullingen“, sagte sie. „Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann nur entstehen, wenn sich jeder in einer offenen, vielfältigen Gesellschaft zu Hause fühlen kann“, pflichtete ihr Thomas Poreski, Vorstandsmitglied der Stiftung Zeit für Menschen bei. Für dieses Miteinander müsse gearbeitet, ja gewirkt werden. Die Samariterstiftung unterhält in Pfullingen das Samariterstift am Laiblinspark und das Haus am Stadtgarten. Es ist stationäres Wohnen ebenso im Angebot wie ambulante Betreuung, Tagespflege oder eine Senioren-Wohngemeinschaft. Durch das SamMobil wird auch häusliche Pflege unterstützt. Ergänzt wird das Ganze durch die Diakoniestation.
Zum Engagement der Stiftung Zeit für Menschen führt Cornelia Schad aus, dass es Sportangebote für jeden im Nachbarschaftsquartier gebe. In Kooperation mit der Uhland-Förderschule sei ein nostalgischer Marktwagen entstanden, und ein Stiftungs-Erfolg sei auch die Veeh-Harfe gewesen, die selbst Menschen ohne Notenkenntnisse gekonnt spielen können. Auch ein zirkuspädagogisches Konzept für Heranwachsende sei von der Stiftung unterstützt worden. 

Denn die Arbeit sowohl der Samariterstiftung wie auch der Stiftung Zeit für Menschen, lässt sich wohl am besten mit dem Abschiedslied des Tages zusammenfassen: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Im kommenden Jahr wird der Dankeschön Tag wieder in Nürtingen ausgerichtet werden.