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21.11.18 - Kategorie: Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Spendenübergabe der Pfullinger Stiftung - Zeit für Menschen

Samariterstift am Laiblinspark am 10.11.2018, von Cornelia Schad


Ein ganz besonderes Geschenk bekam das Samariterstift am Laiblinspark bei einer kleinen musikalischen Feier im Kutschersaal von der Pfullinger Stiftung - Zeit für Menschen überreicht: eine Veeh-Harfe.
Ermöglicht wurde diese Zuwendung durch die Zahngold-Spenden der Patientinnen und Patienten der Zahnarztpraxis Dr. Braun in Pfullingen. Da bei Altgoldspenden für einen sozialen Zweck von der  Leipziger Goldscheideanstalt keine Scheide-und Aufarbeitungskosten berechnet werden, betrug der Erlös für die Pfullinger Stiftung stolze 1500 €. Dafür konnte sie dem Samariterstift den Wunsch nach einer Veeh-Harfe erfüllen. 
Dr. Martin Braun, der die Spendenaktion auf den Weg gebracht hatte, überreichte das Instrument an Heimleiterin Christine Klein, die sich über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Instruments freute.  
Ihren Namen hat die Harfe von Hermann Veeh, der das Instrument vor 30 Jahren nach dem Grundprinzip alter Saitenzupfinstrumente entwickelte. Er baute es für seinen mit Down-Syndrom geborenen Sohn, damit dieser auch ohne Notenkenntnis musizieren konnte.
Einige Kostproben zart klingender Harfenmusik gaben Gundie Wildermuth-S., Lehrerin an der Musikschule, und ihre Schülerin Maike Tröster in harmonischem Zusammenspiel. Bekannte Volkslieder erklangen, auch zum Mitsingen. Danach durften alle, die wollten, selbst versuchen, ein Lied zu spielen. Notenschablonen, die unter die Saiten geschoben werden, ermöglichen tatsächlich ein Spielen „vom Blatt“. Wer noch sieht und seine Finger bewegen kann, der kann auch auf dieser Harfe musizieren – Perfektion ist dabei nicht gefordert.
Sichtlich stolz war die 95-jährige Marta Haider, als es ihr auf Anhieb gelang, „Wenn ich ein Vöglein wär“ zu spielen und alle mitsangen.
 Die Betreuungskräfte des Samariterstifts sehen das Instrument als eine  Bereicherung an. Dass Musik besonders auch für Menschen mit Demenz eine tiefe Wirkung hat, wissen sie. Heike Frey denkt an den Abendkreis in den Hausgemeinschaften: „Mit der Harfe können wir den Tag harmonisch ausklingen lassen.“
Cornelia Schad freut sich, dass auch die Hospizgruppe „Die Brücke“ das Instrument bei der Begleitung am Sterbebett nutzen kann: Die sanften Harfentöne können eine „Brücke zum Himmel“ bauen.

   

Anmerkung: Die  Schreibung  „Gundie Wildermuth-S.“  ist offiziell so!