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30.11.18 - Kategorie: Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Mit Elektrokraft zum Mittagstisch


Leonberger Firma Granzow unterstützt mit Spende die Anschaffung eines Elektro-Caddie

 

Na ja, Golfen kann von den Bewohnerinnen und Bewohnern im betreuten Wohnen wahrscheinlich niemand mehr – ist auch nicht bekannt, ob jemals einer von ihnen Golf gespielt hat. Aber einen Caddie können sie trotzdem gebrauchen und haben ihn nun dank der Initiative der Leonberger Stiftung Zeit für Menschen auch bekommen. Denn im betreuten Wohnen leben einige Menschen, die zwar noch wendig im Kopfe, aber nicht mehr gut zu Fuß sind. Deshalb bleiben sie dem gemeinsamen Mittagstisch fern. Und der Weg vom betreuten Wohnen in den Speisensaal ist mehrere hundert Meter lang und abschüssig. 

„Diese Isolation ist einfach nicht gesund und gewollt“, erzählt Inge Horn, Sprecherin der Leonberger Stiftung. So hat sich Kerstin Neub-Adam, Koordinatorin für das betreute Wohnen auf die Suche gemacht, mit was den Menschen geholfen werden kann. Zuerst dachte sie an eine Fahrrad-Rikscha wie in Fernost. Dann kamen ihr die Golf-Caddies unter die Finger. Gründliche Recherche, Hartnäckigkeit und Mut haben sich ausgezahlt. Die Firma ZoomeDrive aus der Nähe bei Krefeld schickte kostenlos ein Probefahrzeug nach Leonberg, damit es getestet werden konnte. „Toll, da kann mich ja mal jemand mit ins Leo-Center fahren“, freute sich eine Dame, die damit zum Essen chauffiert wurde. 

Das ‚Autole‘ ist komplett elektrisch betrieben. Es ist für vier Insassen geeignet, und wenn die klappbare Rückbank betätigt wird, dann passen inklusive Fahrer sogar sechs Personen hinein. . Das „Rutscherle“ ist an allen Seiten offen, hat ein Dach und kann bei Nieselregen mit einer Plane geschützt werden. „Ich bin begeistert“, freute sich ein weiterer Fahrgast. Denn mit sieben bis 20 Stundenkilometer macht das Elektrofahrzeug richtig Strecke im parkähnlichen Gelände. „Es surrt ganz leise und ist kaum zu hören“, hat Inge Horn beobachtet. Mit gut gedämmten Gummireifen ausgestattet, Scheibenwischern und Sicherheitsgurten ist es unbedingt auch straßentauglich. Da kann es dann sogar 40 Stundenkilometer fahren. 

Zum Fahren braucht es einfach nur Lust, eine gültige Fahrerlaubnis und Zeit. Denn das Interesse an der elektrischen Beförderung ist groß. Das Geld für das Gefährt hat der Leonberger Elektrogroßhändler Granzow der Leonberger Stiftung Zeit für Menschen gespendet. Dafür bekommen die Geschäftskunden des Unternehmens in diesem Jahr keine Weihnachtsgeschenke. Doch kann es was Schöneres geben, als anderen Lebenslust und –freude zu ermöglichen?