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29.11.18 - Kategorie: Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

„Damit Menschen in unserer Mitte gut alt werden“


Mitgliederversammlung des Förderverein Dr.-Vöhringer-Heim in Nürtingen

Nürtingen (sel). Für Frank Wößner, Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung, gehört es zum gesellschaftlichen Auftrag, alles zu tun, „damit Menschen in unserer Mitte gut alt werden können“. Einen wichtigen Beitrag leiste hier der Förderverein Dr.-Vöhringer-Heim, der kürzlich seine Mitgliederversammlung im Oberensinger Pflegeheim abhielt. Der Förderverein ermögliche Dinge, die sonst nicht so leicht umsetzbar seien. Wössner sprach vom guten und unkomplizierten Miteinander, von den Menschen, die dem Verein ein Gesicht gäben. Die Vereinsmitglieder freute diese Anerkennung, sie befassten sich aber auch mit dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, des Schatzmeister und mit der Neuwahl des gesamten Vorstandes und des Ausschusses.

In seinem Grußwort zur Mitgliederversammlung ging Frank Wössner auch kurz ein auf das Thema Altenhilfe in Baden-Württemberg, sprach von einer anstrengenden Situation. Die Gesetzgebung schaue derzeit verstärkt auf die Personalsituation in den Krankenhäusern. Personal das dort fehle, werde von Pflegeeinrichtungen abgeworben. Leider, so Wössner, entwickelten sich die angesichts der demografischen Entwicklung notwendigen Schritte im Pflegebereich nur sehr langsam. Vor diesem Hintergrund sei ehrenamtliche Arbeit in den Pflegeeinrichtungen umso wertvoller. 

Das bestätigte auch Thomas Kaiser, Hausleiter des Dr.-Vöhringer-Heims. Er dankte den Mitgliedern des Fördervereins für deren vielfältiges Engagement. Angesichts von rund 150 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern werde er von anderen Hausleitern beneidet. Dinge, die dem Wohl der Bewohner und Bewohnerinnen dienten, würden im Miteinander zwischen Pflegeheim und Förderverein einfach unkompliziert abgewickelt. Im Mittelpunkt der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung stand der Bericht von Lothar Neitzel, Vorsitzender des Förderverein Dr.-Vöhringer-Heim.  Zu Beginn erinnerte dieser an den im Februar verstorbenen Manfred Greiner, langjähriges aktives Mitglied des Förderverein. 

 Längst Tradition ist das jährliche Sommerfest, das mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche in Oberensingen eröffnet wird und im Garten und Haus des Dr.-Vöhringer-Heims mit einem bunten Programm seine Fortsetzung findet. Lothar Neitzel dankte allen Helfern aus dem Mitarbeiterkreis des Hauses, den Mitgliedern des Vereins, den vielen Ehrenamtlichen, dem Rotary-Club Kirchhem-Nürtngen und dessen Jugendorganisation Rotaract. Nicht unerwähnt blieb die 2017 erstmals erschienene Hauszeitung, die ehrenamtlich geschrieben und gestaltet wird und dessen Druckkosten für vier Ausgaben im Jahr der Förderverein übernimmt. Die Hauszeitung mit Berichten aus dem Arbeitsalltag der Pflegeeinrichtung, mit Erzählungen von und über Hausbewohner und der Vorstellung der vielen Ehrenamts-Angebote finde bei den Hausbewohnern, deren Angehörigen und den Besuchern großen Anklang.  

Neitzel ging noch mal kurz auf den Ausbau des Platzes vor dem Backhaus ein. Neue wetterfeste Möbel hätten Dank der Spendenaktion „Gemeinsam mehr bewegen“ der Volksbank beschafft werden können. Auch jetzt wieder habe der Förderverein aus diesem Spendentopf Mittel erhalten, mit denen im Lauf des kommenden Frühjahr ein Grillplatz im Park eingerichtet werden soll. Gemeinsam mit den Rotaractern will der Förderverein auch ein Holzregellager am Backhaus errichten. Eine stark frequentierte Neuigkeit ist der Bücherschrank im Foyer. Rudi Schmid, 2. Vorsitzender des Fördervereins“, hat einen zur Verfügung gestellten alten Holzbücherschrank komplett restauriert. Martina van Zon betreut diesen Bücherschrank ehrenamtlich, sichtet die Bücherspenden, ordnet sie ein und sorgt so für laufend spannenden Lesestoff für alle im Haus. Zu den laufenden Aufgaben des Fördervereins gehört dann auch die Erweiterung des Fundus an Notenheften und Liederbüchern für die regelmäßig im Dr.-Vöhringer-Heim stattfindenden musikalischen Nachmittage. 

Schatzmeister Michael Weber sprach in seinem Rechenschaftsbericht vom „normalen Fahrwasser“ in dem sich der Förderverein befinde. Nicht nur die Mitglieder unterstützten die Arbeit des Vereins mit ihren Beiträgen, sondern auch zahlreiche Spender. An den Ausgaben für den Verwaltungsbereich von gerade mal 150 Euro im Jahr 2017 könne man erkennen, wie sparsam der Verein arbeite, damit möglichst alle Gelder zum Wohl der Hausbewohner investiert werden können. Angesichts der Rücklagen des Vereins sprach Michael Weber davon, „für gute neue Ideen gerüstet zu sein“. Geprüft wurde die Kasse von Erich Hogen und Roland Wurster. Letzterer berichtete der Versammlung von einer vorbildlichen Kassenführung ohne jegliche Beanstandungen. Roland Wurster versäumte bei der Gelegenheit nicht darauf hinzuweisen, wie wichtig die Werbung neuer Mitglieder sei. Er bat alle, sich daran aktiv zu beteiligen. 

Hausleiter Thomas Kaiser beantragte schließlich die Entlastung des Vorstandes und des Schatzmeisters, die einstimmig gewährt wurde. Genauso einmütig erfolgten dann die Neuwahlen des gesamten Vorstandes, der sich wie folgt auch weiterhin zusammensetzt: 1. Vorsitzender Lothar Neitzel, 2. Vorsitzender Rudi Schmid, Schatzmeister Michael Weber, Schriftführerin Christa Ansel, Kassenprüfer Erich Hogen und Roland Wurster. Der Vereinsausschuss wird gebildet von Annemarie Hammelehle, Alfred Schmid, Dr. Rudolf Kohler, Erich Hogen, Roland Wurster und Professor Hermann Trautwein.