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15.03.18 - Kategorie: Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Zuhören muss man nur wollen


Klothilde Wallochny ist seit einem Jahr ehrenamtlich im Samariterstift in Ammerbuch tätig. Sie kommt aus Altingen und wenn zu Hause alles klar ist, dann macht sich die rüstige Rentnerin einmal in der Woche auf den Weg nach Entringen. „Ich nehme mir viel Zeit für jeden Hausbewohner, um einfach nur zuzuhören", erzählt die liebenswerte und sozial engagierte Dame. „Natürlich kenne ich viele Leute hier im Haus. Denn ich habe jahrelang auch bei den betreuten Altennachmittagen in Ammerbuch unterstützt“, berichtet die ehrenamtliche Helferin. „Vor einiger Zeit habe ich dann im Gemeindeblatt von Ammerbuch gelesen, dass auch im Samariterstift etwas Hilfe gesucht wird. Daraufhin habe ich mich spontan und ohne groß darüber nachzudenken bei der zuständigen Betreuerin Sandra Zanker gemeldet", ergänzt Wallochny.

Der ehrenamtlichen Helferin liegen vor allem die Menschen am Herzen, die im Bett liegen und weniger Ansprache haben, als die anderen Hausbewohner. „Ich gehe sehr gerne auf die Zimmer der Senioren und lese ihnen Geschichten vor und spiele meist ein kleines Lied auf meiner Mundharmonika vor. Und wenn ich sehe, wie dankbar die Senioren darüber sind, dann tut mir das einfach selber gut“, ergänzt die Rentnerin.

Ab und zu darf auch der kleine Hund „Olli" mit nach Entringen. Die Bewohner lieben es ganz besonders, wenn sie das Tier streicheln und etwas kuscheln können. Und „Olli" lässt das wie ein kleiner Pascha über sich ergehen.

Klothilde Wallochny engagiert sich bereits seit 16 Jahren in verschiedenen Einrichtungen ehrenamtlich und bringt viel Erfahrung mit. Sie selbst hat vier Kinder und zehn Enkelkinder. Aber die Enkelkinder sind auch schon groß und brauchen ihre Oma nicht mehr so oft. Deshalb nimmt sie sich jetzt die Zeit für die Menschen im Samariterstift. „Außerdem fühle ich mich hier richtig wohl, ich kann mir meine Zeit und meine Themen ganz frei einteilen und die Mitarbeiter des Hauses freuen sich einfach nur, wenn man kommt", erzählt Wallochny. „Und nichts tun kommt für mich nicht infrage, da fühle ich mich einfach noch zu jung”, lächelt die lebensfrohe Dame.

Und wenn Wallochny sich von den Senioren im Haus verabschiedet, dann geht's noch lange nicht nach Hause. „Dann fahr ich weiter nach Pfäffingen und besuche dort den Englischkurs für Senioren und halte mein Gedächtnis etwas auf Vordermann“, so die 78-Jährige.