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19.10.17 - Kategorie: Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Helfen mit dem Blick aufs Ganze


Die Pfullinger Stiftung „Zeit für Menschen“ geht mit vielen Ideen zur Förderung wohltätiger Initiativen nun schon ins achte Jahr.

Mittel, um unbürokratisch und gezielt helfen zu können, seien vorhanden, versichern Cornelia Schad und Hartmut Seeger von der Pfullinger Stiftung „Zeit für Menschen“. Diese zählt rund 50 Mitglieder, und Seeger berichtete dieser Tage über das vergangene Geschäftsjahr. Der Berichtszeitraum ist dabei immer der jeweilige Oktober.

„Ja, wir wären froh, es kämen noch weitere, passende Anträge“, wünscht sich Seeger. Wie Cornelia Schad, die ebenfalls Stiftungssprecherin ist, kommt es dabei auf den Zweck und die Bedürftigkeit an. „Denn wir müssen da natürlich auswählen“, sagt Seeger. Senioren, Initiativen und Vereine, die sich für sozial Schwache einsetzen: das geht allemal.

Indes: Schulen beispielsweise direkt zu helfen, das ist mit den Statuten der Stiftung nicht möglich. Geld, jedoch Fördervereinen zukommen zu lassen, ist jederzeit möglich, kein Problem. Erst vor wenigen Wochen hat die Stiftung dem Förderverein Eltern- und Freunde der Uhland/Burgwegschule (EFUB) in Pfullingen eine Spende von 1500 Euro für Eltern und Kinder in sozial schwierigen Verhältnissen überreicht.

Zeit für Menschen ist eine eigene Stiftung unter dem Dach der Stiftung Zeit für Menschen. Sie nutzt deren Organisation und deren Strukturen – und sie schaut sich um in der Stadt, wo es Projekte und finanziell schwierige Lagen gibt. Seeger verweist hier zum Beispiel auf das Weihnachtsfest für einsame Menschen im Haus am Stadtgarten. Um es eine schöne Zusammenkunft werden zu lassen, bezuschusste die Stiftung dieses Treffen auch im vergangenen Jahr.

Und was ist mit musikalisch hoch begabten Kindern, deren Eltern sich aber die Kursgebühren in der Musikschule nicht leisten können? Auch da half die Stiftung erstmalig – und gerne. Die Kindertagesstätte „Hand in Hand“ wurde nun schon im dritten Jahr gefördert, das Theaterprojekt der Generationen Mixed Pickles“ war auch dabei.

Sieben Kindern von sozial sehr schwachen Eltern hätte es im Sommer nicht gereicht, die Teilnahme-Gebühr für das Sommercamp des VfL Pfullingen aufzubringen. Auch hier sprang die Stiftung für Menschen ein. Ihre Mitglieder sind Einzelpersonen, Firmen und auch Vereine.

Bewegung im Park

Für die pfiffigen Mobilitäts- und Fitness-Geräte „Bewegung im Park“ hinter dem Samariterstift in der Hohmorgenstraße gab es auch Geld. Bis zu 13 Leute, zum Beispiel aus der ambulanten Pflege, kämen dorthin regelmäßig, so Seeger – und damit organisiert, unter dem Dach der Volkshochschule. Deshalb müssen sie eine Versicherung haben, diesen Betrag übernimmt die Stiftung.

Vielschichtige Aufgaben

Wie überhaupt diese – in ihrem nun achten Jahr – sehr vielschichtiger als zu Beginn Aufgaben wahrnimmt. „Und bei der Pfullinger Bevölkerung sind wir längst angekommen“, konstatiert Cornelia Schad erfreut. Es kommen Spenden von Vereinen, von Senioren, es gibt so genannte „Anlass-Spenden“, mit denen zielgerichtet einzelne Vorhaben bezuschusst werden sollen. Und Organisationen oder Firmen, die die Erlöse aus Veranstaltungen der Stiftung zukommen lassen, gibt es auch.

Am Anfang standen Zuwendungen an die Einrichtung Samariterstift, „dann haben wir uns bald geöffnet für vieles andere“, so Schad. „Da gibt es Bedarf genug“, so Schad, die weiß, dass sich alle anderen Stiftungen unter dem Dach der „Stiftung für Menschen“ dieser vielschichtigen Öffnung angeschlossen haben.

„Es ist einfach sehr befriedigend, für andere Menschen da zu sein“, bringt das Mitglied der Sprecher, Harri Jubke, das Engagement der Stiftung auf den Punkt.